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Lesezeit 5 Minuten / Clemens Hoffmann / 02.04.2026

MacGyver wusste es schon immer

Clemens ist Creator, ausgewiesener EDC-Experte und Multipick Markenbotschafter mit einem feinen Gespür für durchdachte Ausrüstung und praxisnahe Lösungen. Auf Urban Wild Content teilt er seine Erfahrungen rund um EDC, Outdoor und funktionales Gear – ehrlich, direkt und mit echtem Praxisbezug. Der folgende Blogbeitrag stammt von ihm, und wir freuen uns, seine Perspektive und sein Know-how hier mit Ihnen teilen zu dürfen.

Inhalt des Beitrages

Everyday Carry – was wir täglich bei uns tragen

Vom Zufall zur bewussten Auswahl

Von Ötzi bis MacGyver – warum EDC kein neuer Trend ist

EDC ist individuell – jeder Alltag braucht andere Lösungen

Die häufigste Frage: Was gehört wirklich in ein gutes Set?

Drei einfache Schritte zum eigenen EDC-Setup

Basics zuerst – warum einfache Dinge oft entscheidend sind

Lockpicking im EDC – Training statt Spielerei

Tools allein reichen nicht – Skills und Mindset zählen

 Ein gutes EDC beginnt im Kopf

In diesem Blogbeitrag erfährst du, was MacGvyer schon immer wusste: Wie nützlich ein individuelles EDC-Set ist. Außerdem erfährst du, worauf du bei der Zusammenstellung achten solltest.

Was hast du gerade in deiner Tasche?

Schlüssel, Smartphone, vielleicht ein Taschenmesser? Die meisten Menschen tragen täglich eine kleine Auswahl solcher Gegenstände bei sich, ohne darüber nachzudenken. Für Everyday-Carry-Enthusiasten ist diese Auswahl jedoch eine bewusste, wohlüberlegte Entscheidung. 

„Everyday Carry“ (EDC) hat in den letzten Jahren durch Social Media einen echten Hype erlebt. Für viele steht der Begriff für eine Philosophie und einen Lifestyle: die richtigen Werkzeuge und Gadgets immer griffbereit zu haben. Ob im Alltag, bei technischen Hobbys oder unterwegs – ein durchdachtes EDC-Setup sorgt dafür, dass man auf kleine und große Herausforderungen bestens vorbereitet ist.

Von Ötzi bis MacGyver – EDC-Sets sind kein neues Phänomen

Die Idee hinter EDC ist jedoch keineswegs neu. Schon lange bevor dieser Begriff populär wurde, trugen Menschen Werkzeuge bei sich, die ihnen im Alltag halfen. Vom klassischen Taschenmesser bis zu Spezialwerkzeugen – persönliche Ausrüstung begleitet uns seit Jahrhunderten. 

Was hatte Ötzi bei sich, als er gefunden wurde? Es war auf jeden Fall nützliches Zeug, auf das er in seiner Lebenswelt angewiesen war. Ein Set zum Feuermachen durfte nicht fehlen, ebenso wenig ein Erste-Hilfe-Set (Birkenproling als Heilpilz). Und auch MacGyver, Serienikone der 1980er- und 1990er-Jahre, wusste, dass sich viele lebensbedrohliche und alltägliche Probleme mit einem Schweizer Taschenmesser, einer Büroklammer und etwas Panzerband lösen lassen. Ganz egal ob es

EDC ist nicht gleich EDC

Heute sind wir nicht mehr auf ein Feuerset mit Zunderschwamm angewiesen, unsere Welt ist komplexer und digitaler geworden. Aber es steht außer Frage, dass jeder von uns ein EDC-Set bei sich trägt (auch wenn man es nicht immer so benennt) und dass ein Schweizer Taschenmesser immer noch ein nützlicher Gegenstand für die Hosen- oder Jackentasche ist. Dennoch kann es je nach Situation unterschiedliche Anforderungen geben. 

Zwei Beispiele: Ein Familienvater, der einen Ausflug mit seinen beiden Kindern (ein Jahr und drei Jahre alt) unternimmt, wird andere Dinge in seinem Rucksack haben als jemand, der eine Soloüberquerung der Alpen in Angriff nimmt. Einmal sind Windeln Trumpf, einmal vielleicht ein kompaktes, hochwertiges Zelt aus Ultraleicht-Materialien. Wer ausschließlich in der Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, hat andere Dinge in seinen Taschen als ein Förster.

Persönliche Erfahrungen

Als EDC-Content-Creator, Survival-Trainer und begeisterter Lockpicker ist es mir eine große Freude, die Fragen der Community zu beantworten. Was ist das beste EDC-Set? Welche Tools sollte ich kaufen? Was ist das beste Set unter 100 Euro? Es gibt viele Fragen, aber keine einfachen Antworten. Darum empfehle ich das folgende Vorgehen, wenn du dein eigenes EDC-Set zusammenstellen oder optimieren möchtest: 

1. Überlege dir, wie du das EDC tragen möchtest. Das nützlichste Set ist das, welches du wirklich jeden Tag dabei hast. 

2. Überlege dir, wofür du das EDC-Set brauchst. Während meiner Outdoortrainings habe ich andere Gegenstände dabei als bei einem schicken Abendessen. Überlege dir, ob ein Set viele Anwendungsfälle abdecken soll oder ob du für unterschiedliche Situationen unterschiedliche Sets nutzen möchtest. 

3. Basics first: In einer Welt, in der Smartphones wahre Multitools sind, die uns den Weg weisen, mit denen wir kontaktlos bezahlen oder Hilfe rufen können, kann eine kleine Powerbank darüber entscheiden, ob unser Tag so verläuft, wie wir es uns vorstellen. In dieser Welt kann eine EC-Karte nützlicher sein als eine Trillerpfeife für den Notfall.

Lockpicking-Tools als Teil eines EDC-Sets

Für viele EDC-Enthusiasten sind Tools wie ein Schweizer Taschenmesser oder ein Leatherman-Tool nach wie vor absolute Basics – die Werkzeugkiste für die Hosentasche. Diese Basistools werden auch immer häufiger durch kompakte Lockpicking-Sets ergänzt. Sie ermöglichen es, die eigene Geschicklichkeit zu trainieren und mehr über die Funktionsweise moderner Schließsysteme zu lernen. Anstatt in jeder freien Minute auf das Handy zu schauen, nutze ich Wartezeiten gerne, um meine Lockpicking-Fähigkeiten Stück für Stück zu verbessern. Alles, was man dafür braucht, ist ein kompaktes Lockpicking-Set und wahlweise ein Trainingszylinder oder ein Vorhängeschloss. 

Egal, ob Einsteiger oder Profi – mit 15 Minuten Training am Tag sind die Fähigkeiten schnell auf einem neuen Level und mit den richtigen Tools ist man nicht wie MacGyver auf die Schlossmanipulation mit der Büroklammer angewiesen. Damit wären wir auch schon bei einem Punkt, der gerne übersehen wird. Ein EDC-Set ist mehr als nur die Werkzeuge im Organizer. Erst die Kombination aus Tools, Skills und Mindset bereitet uns auf die kleinen und großen Herausforderungen vor.

FAQ – alles was Sie wissen müssen.

1. Was bedeutet Everyday Carry überhaupt?

Everyday Carry, meist kurz EDC genannt, beschreibt die Dinge, die man täglich bewusst bei sich trägt. Für manche sind das einfach Schlüssel, Smartphone und Portemonnaie. Für andere ist es ein durchdachtes Set aus Werkzeugen und nützlichen Helfern, das im Alltag kleine Probleme löst, ohne dass man jedes Mal improvisieren muss. Genau darin liegt der Reiz, EDC ist keine starre Liste, sondern eine persönliche Entscheidung mit praktischem Nutzen.

2. Warum ist EDC in den letzten Jahren so populär geworden?

Weil viele Menschen gemerkt haben, dass gute Vorbereitung im Alltag mehr bringt als bloßes Ansammeln von Gadgets. Social Media hat das Thema sicher gepusht, aber der eigentliche Grund liegt tiefer. Ein gutes EDC-Setup vermittelt das Gefühl, auf kleine Störungen, unerwartete Situationen und alltägliche Probleme besser vorbereitet zu sein. Das ist irgendwo zwischen Pragmatismus, Technikliebe und der leisen Hoffnung, nicht völlig hilflos dazustehen, wenn der Tag mal wieder andere Pläne hat.

3. Ist EDC nur ein moderner Trend oder steckt mehr dahinter?

Der Begriff mag modern wirken, die Idee dahinter ist uralt. Menschen tragen seit Jahrhunderten Dinge bei sich, die ihnen im Alltag helfen. Ob Feuerzeug, Messer, Verband, Münzen oder heute Powerbank und Smartphone, im Kern geht es immer um dieselbe Frage, was brauche ich unterwegs wirklich. EDC ist also keine Social-Media-Erfindung, sondern eher die moderne Verpackung einer sehr alten Gewohnheit. Nur heute sieht das Ganze eben weniger nach Ledertasche und mehr nach Organizer aus.

4. Gibt es das eine perfekte EDC-Set für alle?

Nein, und genau das ist einer der wichtigsten Punkte. Ein gutes EDC-Set richtet sich nicht nach Trends, sondern nach dem eigenen Alltag. Wer mit Kindern unterwegs ist, braucht andere Dinge als jemand, der allein wandert. Wer täglich in der Stadt pendelt, setzt andere Prioritäten als jemand, der draußen arbeitet. Das beste Set ist deshalb nicht das teuerste oder spektakulärste, sondern das, was realistisch getragen wird und im passenden Moment tatsächlich nützlich ist.

5. Wie sollte man ein eigenes EDC sinnvoll zusammenstellen?

Am besten nicht aus Begeisterung für Ausrüstung allein, sondern aus ehrlicher Selbstbeobachtung. Zuerst sollte klar sein, wie man das Set tragen will, denn ein noch so cleveres Tool nützt wenig, wenn es ständig zuhause bleibt. Danach sollte man überlegen, welche Situationen der eigene Alltag wirklich mit sich bringt. Erst dann lohnt es sich, einzelne Bestandteile bewusst auszuwählen. Ein solides EDC entsteht meist nicht in einem Kaufrausch, sondern in kleinen, vernünftigen Entscheidungen. Klingt unspektakulär, ist aber meistens der bessere Weg.

6. Welche Basics gehören in vielen Fällen zu einem sinnvollen EDC?

Das hängt stark vom Alltag ab, aber einige Grundlagen tauchen bei vielen Setups immer wieder auf. Smartphone, Schlüssel, Geldkarte, kleine Lichtquelle oder Powerbank sind oft nützlicher als manches besonders ausgefallene Tool. Der Punkt ist simpel, Basics sollten zuerst kommen. Wer im Alltag ständig auf Akku, Zugang, Orientierung oder Kommunikation angewiesen ist, fährt mit pragmischen Helfern meist besser als mit Ausrüstung, die nur auf dem Foto beeindruckt.

7. Warum sind Skills und Mindset wichtiger als ein überfüllter Organizer?

Weil ein Werkzeug allein noch kein Können ersetzt. Ein gutes EDC lebt nicht nur von dem, was man dabeihat, sondern auch davon, ob man es sinnvoll einsetzen kann. Erst die Verbindung aus passenden Tools, Übung und einem ruhigen, klaren Kopf macht ein Set wirklich nützlich. Anders gesagt, ein teurer Organizer voller Spezialteile macht noch niemanden automatisch handlungssicher. Sonst wäre jede Werkzeugkiste ja schon ein Charaktertest mit Bestnote.

8. Können Lockpicking-Tools Teil eines EDC-Sets sein?

Für manche Anwender ja, vor allem dann, wenn sie sich bewusst mit der Technik von Schließsystemen beschäftigen oder ihre Fertigkeiten regelmäßig trainieren möchten. In kompakten Formaten lassen sich solche Sets gut transportieren und gezielt zum Üben einsetzen. Dabei ist aber der Zusammenhang entscheidend. Solche Werkzeuge sind kein modisches Beiwerk, sondern etwas, das Fachwissen, Verantwortung und einen klaren Rahmen verlangt. Genau deshalb sollte ihre Mitnahme nicht beiläufig, sondern immer bewusst erfolgen.

9. Warum trainieren manche Menschen Lockpicking bewusst im Alltag?

Weil sich kurze Wartezeiten erstaunlich gut nutzen lassen, um Fingergefühl, Präzision und technisches Verständnis zu verbessern. Wer regelmäßig mit Trainingszylindern oder geeigneten Übungsschlössern arbeitet, baut Fähigkeiten Schritt für Schritt auf, statt nur theoretisch darüber zu lesen. Für manche ist das fast meditativ, für andere eher eine technische Fingerübung mit Lerneffekt. In beiden Fällen zeigt sich aber schnell, dass Fortschritt nicht durch Zaubertricks entsteht, sondern durch Wiederholung, Geduld und sauberes Werkzeug.

10. Was macht ein wirklich gutes EDC am Ende aus?

Ein gutes EDC passt zum Menschen, nicht zum Hype. Es hilft im Alltag, bleibt tragbar, wirkt nicht überladen und baut auf echten Bedürfnissen auf. Vor allem aber verbindet es Ausrüstung mit Verantwortung, Übung und gesundem Menschenverstand. Genau dann wird aus einer Ansammlung von Gegenständen ein sinnvolles Setup. Alles andere ist oft nur nett sortierter Tascheninhalt mit leicht überhöhter Selbstdarstellung, also hübsch anzusehen, aber im entscheidenden Moment nicht zwingend klüger.

Über den Autor Clemens Hoffmann

URBAN ADVENTURER
Schon seit meiner Kindheit liebe ich es, in der Natur zu sein, umgeben von klaren Gebirgsbächen und großen Wäldern. Weit weg von der stressigen Alltagswelt habe ich draußen immer Ruhe gefunden. Hier konnte ich meine Ausrüstung ausgiebig testen und meine Fähigkeiten verbessern.   

EDC-ENTHUSIAST
Meine Begeisterung für hochwertige EDC-Ausrüstung und mein Interesse an Survival-Themen haben dazu geführt, dass meine Outdoor-Ausrüstung stetig gewachsen ist. Mittlerweile besitze ich eine umfangreiche EDC-Ausrüstung und Multitool-Sammlung, die ich auf meinen Social-Media-Kanälen zeige.   

INNOVATOR
Ich verbinde das Wissen, das ich durch den Aufbau meiner Sammlung und die Nutzung meiner Produkte gewonnen habe, mit der Mentalität, die ich durch Kampfsportarten erworben habe, sowie den Fähigkeiten aus meiner Ausbildung zum Innovationsmanager. Das Ergebnis: Mir gehen nie die Ideen für neue EDC-Produkte und Produktverbesserungen aus.


Wenn Sie mehr über Clemens erfahren möchten, besuchen Sie ihn doch auf seinen verschiedenen Kanälen.

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Über Multipick

Von Bonn aus in die Welt. Das war und ist unser Ziel. Multipick wurde 1997 hier gegründet und hat seitdem seinen Sitz und seine Produktion hier am Rhein. 

 Warum sollten wir von hier weggehen? Jeder, der schon einmal hier war, wird bestätigen, dass es hier sehr schön ist und die Menschen „typisch rheinisch“, weltoffen und freundlich sind. Schon früh begannen wir uns mit den verschiedensten Sperrwerkzeugen zu beschäftigen. Knackrohre und Glocken wurden ausprobiert und viele Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Werkzeugen gesammelt. Egal ob Pickset oder Spezialwerkzeug für Feuerwehr und Schlüsseldienst, am Ende muss die Tür oder das Fenster geöffnet werden. Ganz nach dem Motto, Sie haben das Problem und wir die Lösung. Viele Werkzeuge, egal ob Hobby oder Beruf, werden aus unserem Lager in die ganze Welt verschickt. Öffnungskoffer für den Hausmeister und Schlüsseldienst, Picksets und Lockpicking Zubehör für den Locksport Enthusiasten und Hobbs'sche Haken für den Spezialisten, um den verschlossenen Tresor wieder zu öffnen.

Für unsere Spezialwerkzeuge gibt es tausende verschiedene Einsatzmöglichkeiten. 

TFG-Bleche und Öffnungsnadeln, um die zugefallene Tür wieder zu öffnen. QA Pro 2 und unsere V-Pro Zugschrauben zum Öffnen der abgeschlossenen Tür. Zusätzlich Fräser und Bohrer für den Fall, dass es wirklich nicht anders geht. Viele nützliche Helfer wie Öffnungskarten, Keile, Türfallenspachtel, Türklinkenangeln und Spiralöffner, alles Produkte, die Ihnen helfen, Ihren Job zu machen. Aber auch wenn es mal etwas komplizierter wird, sind Sie bei uns in guten Händen. Produkte wie die Elektropicks Kronos und Artemis sind unsere absoluten Highlights. Wer gerne Bohrmuldenschlösser oder auch Scheibenschlösser öffnet, wird mit dem ARES-System seine Freude haben. Für die Fensteröffnung bieten wir Ihnen die Top-Produkte von Kipp-Blitz an. Beliebt bei Einsatzkräften wie Feuerwehr, THW und Polizei. Viele unserer Werkzeuge werden direkt bei uns hergestellt. Das gibt uns die Freiheit, schnell und kundenorientiert zu produzieren. Keine langen Lieferketten und Abhängigkeiten von Zulieferern. Das hat viele Vorteile für Sie und natürlich auch für unsere Umwelt. Ein Vorteil ist, dass Sie alles aus einer Hand bekommen und wir Ihnen so eine gleichbleibende Qualität bieten können. Das ist auch unser Versprechen an Sie, alles aus einer Hand, Made in Germany, Made in Bonn - versprochen.